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Der Goldene Hammer

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Ausgezeichnet: „Goldener Hammer“ für Ralf-Erik Posselt (2008)

Die Geschichte des Goldenen Hammers zur Überwindung  von Gewalt und Rassismus

Die Preisträger/innen des Goldenen Hammers seit 1988

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Verleihung des Goldenen Hammers
zur Überwindung von Gewalt
und Rassismus 2008

Anlässlich des Internationalen Antirassismustages der Vereinten Nationen am 21. März verleiht seit 2008 der Landesjugendring NRW den ursprünglich von SOS - Rassismus - NRW initiierten „Goldenen Hammer zur Überwindung von Gewalt und Rassismus“. Mit dem „Goldenen Hammer“ werden seit 1988 jährlich Personen, Gruppen und Einrichtungen ausgezeichnet, die sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und als interkulturelle Brückenbauer/innen engagieren.

Ausgezeichnet: „Goldener Hammer“ für Ralf-Erik Posselt

Essen. 11.3.2008. Mit einem Ehrenpreis und dem „Goldenen Hammer“ zur Überwindung von Gewalt und Rassismus wurde Ralf-Erik Posselt, Referent im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen für die Themenfelder Offene Arbeit, Gewalt und Rassismus durch den Landesjugendring NRW (LJR-NRW) ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Barbara Pabst (Vorsitzende im LJR-NRW):

Lieber Ralf Erik,
der Landesjugendring NRW möchte Dir heute einen Ehrenpreis verleihen – als Initiator (1987) und Wegbegleiter (1988 bis 2008) des Goldenen Hammers.

Du warst seit den Anfängen die treibende Kraft hinter dem Goldenen Hammer, sowohl in der Organisation als auch in der inhaltlichen Ausrichtung. Mit dem „Goldenen Hammer gegen Gewalt und Rassismus" hast Du einen Preis initiiert, der glaubwürdig für Menschlichkeit und Zivilcourage steht.

Du hast es geschafft, sowohl dem oft unsichtbaren Engagement im Kleinen, als auch demjenigen von politischen Größen eine öffentliche Bühne zu geben und dadurch ein deutliches politisches Zeichen gegen Diskriminierungen und Rassismus und für ein friedliches Miteinander zu setzen.

Dabei war Dir nicht wichtig, besondere „Helden" auszuzeichnen, sondern Du hast nach Menschen gesucht, die in ihrem Alltag einfach menschlich handeln und somit für jeden von uns zum Vorbild geworden sind.

1992 wurden beispielsweise stellvertretend für tausende mutige Menschen in den Flüchtlingsräten von Nordrhein-Westfalen zwei Gruppen mit dem Goldenen Hammer ausgezeichnet, die nachts bei Regen und Kälte über Flüchtlingsquartiere gewacht haben, um sie vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

Der Goldene Hammer soll für mutige Menschen mit Zivilcourage auch ein Symbol sein, das ihnen den Rücken stärkt und deutlich macht, dass sie im Kampf gegen Diskriminierungen nicht allein sind.

So wurde bspw. Holger Müller, Personalchef einer Firma in Wülfrath 2005 mit dem Goldenen Hammer ausgezeichnet. Vor die Wahl gestellt, keine Auszubildenden mit Migrationshintergrund mehr einzustellen oder selbst zu gehen, hat er die Konsequenzen gezogen, die Firma verlassen und die diskriminierende Firmenpolitik öffentlich gemacht.
 
Auch Institutionen und Politik hast Du immer wieder den Spiegel der Menschlichkeit vorgehalten. Du hast Dich immer in aktuelle politische Diskussionen eingemischt und auf strukturelle Diskriminierungen mit allem Nachdruck hingewiesen, um für eine humane Gesellschaft einzutreten.

Ich möchte hier z.B. auf die Kampagne „Landtagswahl NRW - Nur für Deutsche" hinweisen, mit der Du bei der Preisverleihung 1995 darauf aufmerksam gemacht hast, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die z.T. schon sehr lange in Deutschland leben vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Im Laufe der letzten 20 Jahre wurden auch viele Jugendinitiativen und Schülergruppen ausgezeichnet. Du selbst hast zu vielen Aktionen den Anstoß gegeben und bist durch Deine gelebte Gradlinigkeit und Deine Entschlossenheit ein Vorbild für Jugendliche.

Der Landesjugendring NRW möchte Dich, Ralf-Erik, heute mit einem Ehrenpreis auszeichnen für Dein 20-jähriges Engagement als Initiator und Wegbegleiter des Goldenen Hammers, für Deine Beharrlichkeit, mit der Du Rassismus in all seinen Formen thematisierst, für Deinen Mut, eigene Widersprüchlichkeiten zu benennen
als Impulsgeber für couragierte Aktionen zur Überwindung von Gewalt und Diskriminierungen und für Deine fortwährende Aufforderung und Dein beispielhaftes Verhalten, entschieden für die Gleichberechtigung aller Menschen einzutreten.

Aus dem Dank und der Antwort von Ralf-Erik Posselt:

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kollegen und Kolleginnen.

Nach 25 Jahren Engagement in der Initiative SOS-Rassismus-NRW, nach 20 Jahren Goldener Hammer und einer ebenso langen herzerfrischenden Kooperation mit dem Landesjugendring NRW und seinen Verbänden bedanke ich mich heute für diese Ehrung, den Goldenen Hammer und diesen schönen Tag.

Mit der heutigen und zukünftigen Verleihung des Goldenen Hammers durch den Landesjugendring NRW ist auch ein Paradigmenwechsel verbunden: vor 20 Jahren war die Thematisierung von Rassismus noch das große Problem, weil viele Menschen, Gruppen und fast alle Parteien so etwas in Deutschland nicht wahr haben wollten und Rassismus in die Nazizeit verbannten. In den letzten 20 Jahren ist die Thematisierung von Rassismus erst mühsam, dann aber immer konsequenter vorangekommen. Die Ergebnisse dieser Prozesse zeigen sich heute auch in der veränderten Schwerpunktsetzung des Goldenen Hammers und der Suche nach Menschen,

  • die sich auf vielfältiges „Anderssein“ einlassen und Unterschiede akzeptieren
  • die initiativ werden und auf andere zugehen
  • die mutig sind und Grenzen überwinden
  • die interkulturelle Brückenbauer sind.


Für die Zukunft und als Perspektive für unsere gemeinsame Arbeit möchte ich auf ein andauerndes Problem besonders aufmerksam machen.

Auf der Suche nach Wegen, Initiativen und „interkulturellen Brückenbauer/innen“ zeigen sich heute, nach einer langen Phase politisch gefärbter Streitereien, ob z.B. Deutschland nun ein „Einwanderungsland“ sei oder nicht, gravierende Versäumnisse zur Integration, zum sozialen Frieden und zum Zusammenleben aller Beteiligten.

Auf der Suche nach Schutz, menschlicher Würde und einer sicheren Existenz sind viele Menschen in Deutschland zugewandert, ohne dass ihnen die grundlegenden Bedingungen zur Integration gewährt wurden.

Auf Seiten der Mehrheitsgesellschaft dominiert auch heute immer noch der Gebrauchs- und Nutzwertcharakter von „Ausländern“ in der öffentlichen Diskussion. Allein der Streit um den Begriff der „Leitkultur“ zeigt, dass Weiterentwicklungen, Bewegungen und Veränderungen als wesentliche Merkmale von Kultur und Gesellschaft unterbunden werden sollen, um scheinbar unverrückbare Merkmale der „deutschen Kultur“ als Maßstab für die Akzeptanz und den Respekt gegenüber Zuwanderern festzuschreiben oder um „Ausländer“ als „Humankapital“ herabzuwürdigen und zur Sicherung des Wohlstandes in Deutschland zu „gebrauchen“. („Humankapital“, siehe: www.unwortdesjahres.org/2004.html )

Während bei Menschen der „ersten Generation“ der Zuwanderer („Gastarbeiter“) und Flüchtlinge in Deutschland heute noch deutliche Merkmale der Dankbarkeit gegenüber der neuen Heimat Deutschland wegen der stattgefundenen Zuwanderung zu spüren sind, hat sich in der „zweiten und dritten Generation“ der hier geborenen, nachgezogenen und aufgewachsenen jungen Menschen das Klima zum Teil drastisch verändert.

Ausgestattet mit minderen Rechten, oft auf die ethnische oder nationale Herkunft reduziert, als aufenthaltsrechtliche Kategorie „geduldet“, als „fremd“ stigmatisiert oder als „bildungsfern“ tituliert, werden die besonderen Bedingungen ihrer Chancen und Entwicklungen zur gedeihlichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oft ausgeblendet.

Obwohl heute schon ca. die Hälfte der Kinder und Jugendlichen aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, leben die meisten noch „zwischen den Kulturen“.

Der Rückzug vieler Jugendlicher aus Zuwandererfamilien in vermeintlich Sicherheit und Geborgenheit gebende eigene Communities (mit eigenen gewalttätigen Regeln und Gesetzmäßigkeiten) zeigt deutlich, dass die Bedingungen zur gelingenden Integration nicht stimmen.

Das Fehlen von Chancengleichheit und von (durchaus oft lästigen) sozialen und kulturellen Reibungsprozessen verdrängt Integration und verleitet viele Jugendliche dazu „dem Recht des Stärkeren und Clevereren“, dem rücksichtslosen Erfolgsdenken, dem Mainstream „clever und cool zu sein“ und der Parole, „schlau und schnell zu sein - um sich nicht erwischen zu lassen“, zu folgen. Die Spirale der Gewalt, der Verletzung und Beschädigung aller ist damit frei gesetzt.

Obwohl durch den Nationalen Integrationsplan in Deutschland (2007) erste hoffnungsvolle Zeichen zur Entwicklung des Einwanderungslandes Deutschland sichtbar geworden sind und viele gute Absichten formuliert wurden, stehen nach wie vor zwei grundlegende und zentrale Bedingungen für den sozialen Frieden unbeantwortet im Raum
Die Preisträger 2008
:

  1. Das Recht von allen Kindern und Jugendlichen auf Chancengleichheit und auf einen je individuellen Förder- und Bildungsplan zur gesellschaftlichen Teilhabe, zur Sicherstellung einer gelingenden Kindheit, sozialer Wärme und Kommunikation, zum Erreichen eines angemessenen Bildungsabschlusses und einer Berufsausbildung mit realistischer Perspektive für ein existenzsicherndes Berufsleben.
  2. Die Beseitigung von Kinder- und Jugendarmut. Sie verletzt die Würde und die Grundrechte von Kindern und Jugendlichen und verstößt gegen die UN Konvention über die Rechte des Kindes.
    Armut bezieht sich dabei nicht nur auf physische Armut, sondern betrifft Kinder und Jugendliche vor allem in ihrem Gefühlsleben, ihrer Psyche, Bildung und der sozialen Einbindung in konstruktive Kinder- und Jugendszenen (die wir in den Verbänden des Landesjugendringes und in der Offenen Arbeit finden).


Das Anwachsen von Gewalt- und Kriminalitätspotentialen in Kinder- und Jugendszenen, insbesondere solchen aus Zuwandererfamilien, ist in diesem Zusammenhang nur eine Antwort auf Gleichgültigkeit, Ungleichbehandlung, Chancenungleichheit und die (scheinbar normale) Verletzung und Beschädigung von Kindern, Jugendlichen und deren Grundrechten.

Die stattfindenden Einschränkungen im Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW, damit in der Jugendarbeit und insbesondere in der Offenen Arbeit zeigen deutlich, dass die soziale Wirklichkeit von Kindern und Jugendlichen bei den in unserem Land Verantwortung tragenden Politiker/innen noch nicht angekommen ist.

Von daher hier und heute
neben meinem Dank für den tollen Ehrenpreis des Landesjugendringes
auch meine Befürchtung für die Zukunft:

Der Wille, zu zerstören, muss entstehen,
wenn der Wille, etwas zu schaffen,
nicht befriedigt werden kann.

(Erich Fromm)

Mehr Informationen:
www.ljr-nrw.de/index.php?id=342


Der Goldene Hammer zur Überwindung von Gewalt und Rassismus
zum Internationalen Antirassismustag der UN am je 21. Februar

ist die Auszeichnung des Landesjugendrings NRW und ursprünglich auch der Arbeitsgruppe SOS - Rassismus - NRW als Anerkennung für mutige, menschliche und beispielhafte Schritte zur Überwindung von Gewalt und Rassismus. Der Goldene Hammer dient insbesondere dem Zweck, all jenen - symbolisch - auf die Finger zu klopfen, die Gewalt und Rassismus intendieren und andere Menschen als Sündenböcke für eigene Problemlagen missbrauchen.

Dazu gehören auch jene, die physische Gewalt und Rassismus grundsätzlich ablehnen und damit die Frage nach Formen eigener struktureller Gewalt (Machtmissbrauch) und psychischer Gewalt tabuisieren wollen. Um die Frage  nach einer antirassistischen Normalität und den Möglichkeiten zur Deeskalation von Gewalt neu zu stellen, haben wir uns für den Hammer als Anerkennung entschieden. Die Ambivalenz eines solchen Werkzeuges scheint unseres Erachtens geeignet zu sein aufzuzeigen, dass Dinge, die auf der einen Seite dem Menschen erheblich nützen, auf der anderen Seite auch wieder alles zerstören können. Genau diese Ambivalenzen auszuhalten, Spannungsbögen zu benennen, um eigene Standpunkte zu überprüfen und zu korrigieren, sehen wir als eine unserer Hauptaufgaben an.
Der goldene Hammer hat eine lange Geschichte: Angefangen hatte alles mit dem unseligen "Rückkehrhilfegesetz für ausländische Arbeitnehmer" von 1984, welches zur Folge hatte, dass unzählige Kinder, Jugendliche und viele unserer Freund/innen gegen ihren Willen gezwungen wurden, in die Heimat ihrer Eltern "zurück" - zukehren.

Während einer Studienreise hatten wir 1985 acht dieser Freund/innen in der Türkei besucht, Interviews durchgeführt und einen Bericht darüber mit der Forderung für eine Rückkehroption in die Bundesrepublik der Bundesregierung und der Landesregierung NRW vorgelegt. Danach fanden einige Erörterungsgespräche statt, gute Worte auch - und dann trat Funkstille ein.

Und plötzlich wie aus heiterem Himmel lag 1988 ein Erlass des Innenministers von NRW für eine Rückkehroption dieser Kinder auf unserem Tisch. Ibrahim hat gesagt, dass dies ein Hammer sei, andere wollten es zuerst nicht glauben; also los, ab ins Innenministerium und nachfragen... und weil alles stimmte, meinte Christina, dass man sich eigentlich auch bei dem Innenminister Dr. Herbert Schnoor bedanken könne und, dass er  - wenn das ganze schon ein Hammer sei - auch einen solchen als Dank bekommen sollte, um zu sehen, dass es sich lohnt eine gute Politik zu machen.

Na ja, wir haben dann 1988 mit dem IM und vielen Freund/innen ein großes Fest mit "Hammerverleihung" im Mädchenzentrum Gladbeck gefeiert - und weil das Fest so toll war - und alle bester Stimmung, haben wir auf Anraten von dem Innenminister beschlossen, den Hammer in Zukunft regelmäßig zum Internationalen Antirassismustag der UN zu verleihen. Dabei haben wir nie nach neuen Helden oder so was Ausschau gehalten, sondern nach Menschen und Gruppen, die in kritischen Situationen nicht davonlaufen, sondern couragiert Position beziehen und menschlich handeln.


Die Preisträger des Goldenen Hammers:

Bis heute haben den Goldenen Hammer folgende Leute und Gruppen erhalten:

1988

Innenminister Dr. Herbert Schnoor NRW

1990

Muhterem Imer ( und Plakatgruppe "Dem Hass keine Chance")
aus Mülheim und das

Bertha von Suttner Gymnasium in Oberhausen

1991

Frauenbündnis 90 - Frauen überschreiten Grenzen (Hildegard Hamm-Brücher, Liselotte Funke, Marianne Birthler u.a.)

Geschwister Scholl Gesamtschule in Dortmund-Brakel und das

Mädchenzentrum Gladbeck

1992

Kampagne "Gemeinsam gegen Ausländerfeindlichkeit und
Rechtsextremismus in Hagen",

Die Flüchtlingsgruppe im Gymnasium Broich aus Mülheim und

Die NachtwächterInnen der Flüchtlingsräte in NRW

1993

Jugendbündnis COURAGE aus Dresden, die

Jüdische Initiative  e.V. Frankfurt und die

Arbeitsgruppe SOS Rassismus - Enger, stellvertretend für alle
engagierten Bürger/innen der Stadt Enger / Westfalen

1994

Christlich Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl

Deutsch-Türkisches Volkshaus in Kiel

Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg in Münster

Courage-Forschungsgruppen
"Wie viele Flüchtlinge leben in unserer Stadt?"

1995

Rolf-Arnd Marewski und das Fan Projekt Dortmund

Antifa-Initiativen der Evang. Jugend Dortmund Nord-Ost

Die Ruhrkanaker aus NRW

Die Roma-Flüchtlingsfrauen von Mülheim

Jugendminister Franz Müntefering (MAGS/NRW)

1996

Die Falken (Landesverband NRW)

M. Riechmann und die Hauptschule am Dahlbusch, Gelsenkirchen

Jugendzentrum TEMPEL und
die Friedenskirchengemeinde, Duisburg-Rheinhausen

1998

Die rap-cross-over-formation "Sons of Gastarbeita", Witten

Die Initiative Ausländische Frauen und Junge Ausländer
"AFuJA e.V.", Gladbeck

Die Forschungsgruppe "Kultur, Rassismus und Lebenswelten"
um Dr. Paul Mecheril und Thomas Teo an der Uni Bielefeld

Die Mitarbeiterinnen im Innenministerium NRW um Kriminalrat
Frank Hoever, die den Erfassungsbeleg KP8 korrigiert haben.

1999

Der Polizeidirektor Heinz Haubrock und der
Kommissar Alois Bierschenk (Bielefeld)

Der Rat der Stadt Essen, z.H. Frau Oberbürgermeisterin Annette Jäger

Die Sportjugend Nordrhein – Westfalen

Die Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen der
Martin-Luther-King-Schule in Marl

2000

Schalker Fan Initiative e.V. in Gelsenkirchen

2001

Die Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen der
Carlo - Schmid - Gesamtschule Kamen

Der Fußballverband Mittelrhein

Dieter Jablonski vom Arbeitskreis der Ruhrgebietsstädte
gegen rechtsextreme Tendenzen

2002

Die Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen
der Gesamtschule Essen – Holsterhausen

Der Künster Klaus Schiemann

Das Deutsche Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe

Die Deutsche Wanderjugend, Konzen

2003

Der Jugendring Dortmund, der Ring Politischer Jugend Dortmund
und das Jugendamt der Stadt Dortmund

Der Westdeutsche Basketball-Verband und die Sportjugend NRW

Der Mädchentreff Bielefeld

Regierungspräsident Jürgen Büssow, Bezirksregierung Düsseldorf

2004

rammler_klaus_smallDie Evangelische Jugend im Kirchenkreis Hattingen-Witten
für das Tanztheaterprojekt „Abrakadabra“

Das aktuelle forum Gelsenkirchen
für das Internationale Jugendseminar „Europäische Jugend gegen Gewalt und Rassismus“

Der Jugendring Hagen
für den „Lokalen Aktionsplan für Toleranz und Demokratie in Hagen“

Die SJD-Die Falken Dortmund
für das Projekt „Einblicke in die Wehrmachtsausstellung – Jugendliche begleiten Jugendliche durch die Wehrmachtsausstellung“ in Kooperation mit dem Jugendamt Dortmund, dem Jugendring Dortmund und dem Ring der politischen Jugend Dortmund

Klaus Schumacher und Bernd Rammler
für ihr zwanzigjähriges Engagement in dem interkulturellen und entwicklungspolitischen „Marokko-Projekt“ mit Jugendlichen aus NRW

2005

Die Redaktion Kakadu des Deutschland-Radios Kultur, die mit ihren Kindersendungen Neugierde und Verständnis für andere Lebensweisen und Kulturen fördert;

Holger Müller, ehemaliger Personalmanager einer mittelständischen Kosmetikfirma, der sich mutig gegen Rassismus und Diskriminierungen in einem Betrieb engagiert hat – obwohl dadurch nun seine eigene berufliche Lebensperspektive bedroht ist;

Die Deutsche Beamtenbund-Jugend NW und das Instituto Italo Svevom, Köln für eicvjm_hagen_smallnen Dokumentarfilm, der die Migrationsgeschichten von italienischen Einwanderinnen thematisiert;

Der Fußballverein Türkiyemspor-CVJM Hagen für seinen Einsatz zur Verständigung zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen;

Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Mülheim, die sich seit 15 Jahren kontinuierlich in der Antirassismusarbeit engagiert;

Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg in Aachen für ihre seit 10 Jahren stattfindende „Widerstandstour“ zu Orten des Widerstands gegen das NS-Regime, mit der sie junge Menschen dazu ermutigt, sich selbst mit dem Thema Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Das Jugendzentrum Schonnebeck des Kreisjugendwerks der AWO in Essen für seine langjährige und couragierte Arbeit zur Förderung der Verständigung zwischen verschiedenen (Jugend)Kulturen.

2007

Die Sportjugend Bielefeld für ihr Projekt: „Netzwerk der Sportjugend gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – für Respekt, friedliches Miteinander, Integration und Demokratie“

Das Bündnis für Erziehung im Kreis Gütersloh/Gewalt Akademie Villigst für ihr Projekt „Eltern-AGs zur Deeskalation von Gewalt“

Das Bezirksjugendwerk der AWO für ihr Projekt „IMUS (Integration von Migrant/innen und SpätaussiedlerInnen)“

2008

Das Projekt „FRATZ“ vom BellZett - Selbstverteidigungs- und Bewegungszentrum für Frauen und Mädchen e. V. in Bielefeld für ein Projekt zur Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung für Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 5 - 11 Jahren sowie deren Eltern.

Die Projektgruppe „Bleiberecht in Rheine“ im Stadtjugendring Rheine e. V. für ihre Kampagne „Verfolgte Menschen bleiben lassen“. Die 12 Mitglieder der Projektgruppe im Alter von 17 bis 20 Jahren haben eine Wanderausstellung entwickelt, um eine große Öffentlichkeit mit dem Thema Bleiberecht zu konfrontieren und eine menschenwürdige Bleiberechtsregelung für geduldete Flüchtlinge zu erreichen.

Das Projekt „JUGEND berät JUGEND“ der Stadtteilschule PortIn in Dortmund, in dem jugendliche Auszubildende mit Migrationshintergrund als Coaches jugendliche Migrant/innen im Übergang von der Schule in den Beruf beraten.

Einen Goldenen Hammer und Ehrenpreis erhielt Ralf-Erik Posselt - als Initiator und Wegbegleiter des Goldenen Hammers. Als treibende Kraft hinter dem Goldenen Hammer hat er einen Preis initiiert, der glaubwürdig für Menschlichkeit und Zivilcourage steht.

Der Goldene Hammer wurde seit 1988 regelmäßig (von SOS-Rassismus-NRW) und wird seit 2008 in Regie des Landesjugendringes NRW zum Internationalen Antirassismustag der UN am 21. 3. eines Jahres vergeben.

Hinweis:
Falls Sie selber eine Person oder eine Gruppe für den „Goldenen Hammer“ vorschlagen wollen senden Sie bitte die Anschrift der entsprechenden Person oder Gruppe und eine Begründung an:

SOS-Rassismus-NRW
c/o Ralf-Erik Posselt
Haus Villigst
58239 Schwerte
Email: kontakt@sos-rassismus-nrw.de

oder schneller und direkt an den Landesjugendring NRW:
www.ljr-nrw.de/index.php?id=342