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Einladung zum 30ten PARIS JAMBOREE 2010 21. bis 24. Mai 2010 Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: Wo kämen wir hin - und niemand ginge, um herauszufinden, wohin man käme, wenn man ginge.
Angefangen hatte alles zu Pfingsten, vor weit über tausend Jahren. Da waren die verwegenen Normannen ins Land eingefallen und hatten sich im Chateau Gaillard bei Paris festgesetzt und gelebt wie Gott in Frankreich bis es den Parisern zu bunt wurde, sie die Heerführerin kommen ließen und ihr befahlen: „Ziehe in den Krieg und vernichte die verhassten Feinde.“ So zog sie in den Krieg und schickte alsbald einen Boten zurück, der den Parisern die Durchführung des Befehls vermeldete.
Da machten sich die Pariser auf den Weg, um den Triumph über die geschlagenen Feinde auszukosten. - Aber was mussten sie da sehen? Sie fanden ihre Heerführerin beim fröhlichen Gelage mit dem König der Normannen, umgeben von seinem und ihrem ganzen Gefolge.
Da verbog sich vor Scham der Eifelturm, den Parisern schwoll die Zornesader und sie schrien wild: „Du feige Verräterin, treulose Schurkin! Hatten wir dir nicht befohlen, die Feinde zu vernichten?“ - „Aber genau das habe ich getan, oh ihr edlen Pariser“ antwortete die Heerführerin: „Seht selbst: Die Feinde sind allesamt vernichtet - ich habe sie zu unseren Freunden gemacht.“
Da staunten die Pariser, und weil sie eigentlich überhaupt keinen Bock auf Krieg und Stress hatten, holten sie Fässer mit Wein, den Camembert und das Baguette heraus und feierten ein Fest und riefen laut, das machen wir jetzt immer so.
Weil nun aber in der Zwischenzeit die Normannen ausgegangen sind haben die Pariser gesagt: „Macht nichts, nehmen wir halt die German/innen aus Westfalen und aus der Offenen Arbeit und von SOS-Rassismus, von den Ruhrkanakern, aus der Jugendarbeit, die kommen gerne und haben immer Durst und Hunger.“
Seit 30 Jahren geht das nun so. Seit 1980 findet einmal im Jahr das Paris-Jamboree statt. Klaus und Ralf-Erik, die schon immer dabei waren, und Benjamin mit seinen „Sonnenscheingesängen“, seit 20 Jahren stets mit unterwegs, haben si ch einmal tief in die Augen gesehen und schon war alles klar: fünf fette Fass Bier und Apfelsaft, ein halbes Schwein und Truthahn satt sind geordert, um Abschied von Ralf-Erik zu feiern, der geht danach in Rente.
Also, es ist wieder soweit: Action, viele Leute und das pralle Leben erwarten uns im Herzen von Paris und am Chateau Gaillard bei den Normannen. Hol tief Luft, wisch deine Tränen ab, schmeiß den Winter und den Frust aus dem Bett, atme tief durch; diesmal machen wir es so wie fast immer.
Eingeladen zum Paris-Jamboree sind wie immer alle Leute aus der Offenen Arbeit, von SOS-Rassismus-NRW, alle schrägen Vögel, Akrobaten, Ruhrkanaker, Trommler/innen aller Schattierungen, Frankophile, Clowns, Weltenbummler/innen, Jugendzentrumshänger, Zivis, Leute aus Cliquen und alle, die sowieso mal nach Paris müssen.
Hinweise: Deinen Personalausweis nimmst du mit. Ein Zwanni als Taschenknete reicht, sagt Paul. Du weißt, wir schlafen wieder da, wo der Fuchs auch schläft, also Zelt, Schlafsack und Isomatte in die Tasche. Außerdem musst du noch was zum Essen mitbringen: Etwas Kaffee, Marmelade, ein Stück Käse, eine grüne Gurke oder drei Tomaten, 5 gute Zwiebeln und eine Knoblauchzehe, Margarine oder eine Dose Tomatenmark, ein halbes Brot und ´ne Dose Frühstücksfleisch oder ein Stück Salami und vier Kartoffeln, dazu eine Mettwurst oder so was, damit die Suppe ordentlich schmeckt. Wenn du dich nicht wäschst ist das deine Sache.
Der Fahrplan sieht etwa so aus: Freitag (ca. 18.00 Uhr) ab nach Paris (der beste Autobahnschlafparkplatz ca. 80 km vor Paris heißt: Bois d’Arsy), gucken und schlafen, am Samstag dann zick und zack durch Paris, zuerst zum Schwarzmarkt (Porte de Clignancourt / Avenue Michelet) dann über die Peripherie zum Porte Maillot, zum Triumpfbogen und über die Avenue Kleber zum Place de Trocadero; dortselbst ist der Eifelturm zu besteigen. Danach zum Place St. Pierre, um Sacre Coer zu bestaunen, abends zum Chateau Gaillard in Les Andelys. 
Dort steigt die große Illumination und Fete, am Sonntag dann vor das Centre Pompidou. Da spucken wir Feuer, akrobaten, spinnen, machen Musik, lassen Geld regnen, lachen und tanzen, staunen, machen Theater oder gucken uns die Augen nach all‘ den Menschen aus. Abends ab auf die Autobahn zum Rastplatz Air de Remy (70 km hinter Paris) Essen, Quaken, Seilrutschen, Schlafen. Montags Croissants naschen und ab nach Hause.
Unsere Tour und Fete in Paris heißt: Jamboree, weil die Indianer ihr Treffen auch immer so genannt haben. Besorgt euch also einen Bulli als Untersatz, plant die Tour selber und kommt mit! Außerdem fährt Benjamin wieder den Ohnemoosbulli für Leute mit Nullknete.
Tipps:
- In Frankreich gibt es immer noch das Nomadengesetz für Leute, die ihren Platz wieder sauber verlassen; für eine Nacht könnt ihr ohne Probleme fast überall pennen.
- Jede Gruppe organisiert die Teilnahme selbstständig. Dazu gehören die Finanzen, Bullis, Versicherung, Verpflegung, Zelte, Aufsichtspflicht, Zeitplanung usw.
- Wer Fragen hat: kontakt@sos-rassismus-nrw.de
Kontakt: SOS-Rassismus-NRW, c/o Ralf-Erik Posselt, Amt für Jugendarbeit der EKvW, Haus Villigst, 58239 Schwerte, Tel: 02304-755190 kontakt@sos-rassismus-nrw.de
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