Flüchtlingskinder in Freizeiten mitnehmen! Das ist konkrete Friedensarbeit!
Das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) ruft auch in diesem Jahr dazu auf, bereits bei der Planung von Kinder - und Jugend - Ferienfreizeiten aktiv auf junge Flüchtlinge zuzugehen. Angesichts eskalierender Gewalt weltweit sind friedensstiftende Maßnahmen umso dringlicher. Die Teilnahme junger Flüchtlinge an Ferienfreizeiten ist ein konkreter Beitrag zum friedlichen Zusammenleben.
Nach der Durchführung von Ferienfreizeiten, an denen in den vergangenen Jahren auch Flüchtlingskinder beteiligt wurden, bedankt sich das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage der EKvW bei allen Veranstaltern, die sich für die Einbeziehung junger Flüchtlinge engagiert haben. Gemeinsame Erlebnisse, das Zusammenleben in der Gruppe, Spiel, Spaß und Abenteuer bieten viele Gelegenheiten für interkulturelles Lernen. Sie schaffen eine Basis, auf der Gewalt und Rassismus keine Chancen haben.
Wir wollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit ausdrücklich ermutigen, Ferienfreizeiten auch zu nutzen, um Kinder und Jugendliche Partizipation in einer demokratischen und multikulturellen Gesellschaft erleben zu lassen.
- Gemeinsame Ferienfreizeiten fördern einen gegenseitigen Verständigungsprozess, in dem auch kulturelle Unterschiede erfahrbar werden. Dies ermöglicht einen Austausch über Lebensgewohnheiten, Kulturen und Religionen.
- Kinder und Jugendliche treffen in Urlaubsregionen auf eine „andere Welt". Sie machen die Erfahrung, dass ihre Lebensform nur eine unter vielen Möglichkeiten darstellt. Die gemeinsame Erfahrung „Ausländer/innen" in einem anderen Land zu sein, erleichtert diesen Prozess zusätzlich.
- Damit alle Beteiligten an konstruktiven, interkulturellen Lernprozessen teilhaben können, ist eine gründliche Vorbereitung aller Teilnehmer/innen, Leiter/innen und der Ferienfreizeit selbst, notwendig.
Ein Erlass des Innenministeriums NRW ermöglicht es den Ausländerbehörden, auch im Jahr 2004 die Teilnahme junger Flüchtlinge an Freizeiten im In- und Ausland zu ermöglichen. Das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage der EKvW bedankt sich ausdrücklich bei NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens für seine Unterstützung.
März 2004
Das Paritätische Jugendwerk NW, Deutscher Kinderschutzbund - Landesverband NRW e. V., Evangelische Jugend Westfalen - Bündnis für Toleranz und Zivilcourage der EKvW, Flüchtlingssozialdienste der Caritasverbände in NRW, Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e. V., Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW e. V., Landesjugendring Nordrhein-Westfalen e. V., Ringdeutscher, Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände Nordrhein-Westfalen e. V.
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